Nun ist meine Tochter 8. Monate alt und hat mich total im Griff. Manchmal frage ich mich, wenn ich ueberhaupt mal zum Denken komme, Lebe ich eigentlich noch, habe ich mich total aufgegeben? Oder lebe ich nur noch fuer meine Tochter. Ich weiss fast nie was wir fuer ein Datum haben, mit etwas nachdenken kann ich Dir vielleicht den richtigen Wochentag nennen. Die Tage rennen an mir nur so vorbei, Woche um Wochs zieht ins Land. Manchmal denke ich daran, dass ich schon ueber acht Monate zuhause bin und ich mich Tag um Tag um meine Tochter kuemmere, sie bespasse, troeste …. Wenn ich mir dann ueberlege, dass ich in einigen Monaten wieder arbeiten gehen wollt, wird mir ganz anders. Ich wuesste garnicht wie ich das schaffen sollte, oder wird es bis dahin besser? Schlaeft meine Tochter bis dahin mal in ihrem Bett? Und vielleicht sogar durch? wird sie vielleicht etwas ruhiger und laesst mich zumindest irgendwann mal ohne gemecker und geheule den Haushalt machen? Fragen ueber Fragen, die mich dann beschaeftigen. Tag und Nacht 24 std. Rund um die Uhr fuer jemanden da sein, der ohne einen nicht einschlaeft, nicht mal alleine schlaeft, das ist selbstaufgabe. Manchmal macht es mich fertig und ich aergere mich das ich mir von meiner Tochter so auf dem Kopf herum tanzen lasse. Dann beruehrt es mich wieder wenn soch meine Tochter an mich drueckt und mit mir kuschelt und ich vergesse alle Strapazen und Abstriche die ich machen muss. Hin und her gerissen?!?Ist es das Stillen, dass mich so schwanken laesst, oder einfach nur das Mama sein? Wenn man noch nicht selbst in der Situation war, kann man das meiner Meinung nach garnicht nachvollziehen. Ploetzlich ist alles anders, das ganze Leben steht Kopf. Im einen Augenblick eine erloesung aus dem vorher starrherschenden verbissenen Buero-Alltag, im anderen Augenblivk eine ziemliche Strapaze.